„Der Mensch erlebt sich im Wissen um sich selbst als Ganzheit: erst dann können wir frei durchatmen“.

(Reiner Berg 1994)

Das Wissen um die Wirkung des Atems auf die Entfaltung des menschlichen Bewusstseins und die körperliche, geistige und seelische Gesundheit reicht mehr als 2000 Jahre zurück.

Als „Atmung“ wird der Gasaustausch in der Lunge bezeichnet, über den all unsere Körperzellen mit Sauerstoff versorgt werden. Die Atmung geschieht unbewusst. Nur in besonderen Situationen wie z.B. Freude, Trauer, Hektik oder beim willentlichen Luftanhalten wird sie uns bewusster.
Der Atem aber ist mehr als nur ein Stoffwechselprozess. Er ist ein feiner Indikator physischer und psychischer Veränderungen. Er reagiert auf jede Bewegung,

jede Berührung, jeden Gedanken, jedes Gefühl. Er ist damit Ausdruck aller seelischen und geistigen Vorgänge im Menschen, also Ausdruck seiner Gesamtbefindlichkeit:
Verspannungen, Fehlhaltungen, Stressüberlastung und seelische Konflikte lassen den Atem flach und beengt werden.
Das kann zur sog. Hochatmung führen, mit dem Gefühl, nicht durchatmen zu können, keinen Boden unter den Füßen zu spüren, Haltungsbeschwerden, Enge-Gefühl im Brustkorb, Bluthochdruck, Kopfschmerzen etc. … .

Atemtherapie wendet sich den vegetativen Prozessen im Unbewussten zu.
Dabei den „Atem“ zu erfahren bedeutet, das freie Fließen des inneren Atems zuzulassen.
Dieser innere Atemfluss kann im ganzen Körper als Atembewegung wahrgenommen werden.

Auf dieser Grundlage ist der erfahrbare Atem entstanden, eine non-verbale, interaktive Therapie, die den Menschen ganzheitlich erfasst.

 

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Lesen Sie hier einen Artikel zum Thema des ‘Locked-in Syndroms’ von Christa Camerer und Karl-Heinz Pantke (21. März 2015).